Reinigungsanleitung Flachglasfolie

Jetzt unverbindlich anfragen:

030 - 686 876 4
Krokusstraße 57, 12357 Berlin, info@glasereiundfolientechnik.de

Was ist Sicherheitsglas und wo kommt es zum Einsatz?

Sie wünschen sich für Ihr Gebäude Scheiben mit erhöhter Widerstandsfähigkeit? Dann sollten Sie über die Anschaffung von Sicherheitsglas nachdenken. Da dieses im Gegensatz zu herkömmlichem Flachglas weniger bruchanfällig ist, eignet es sich für den Einbruchschutz sowie für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen, wie beispielsweise für Balkonverglasungen, begehbare Verglasungen, Überkopfverglasungen oder Fenster im Treppenhaus. Für die verschiedenen Nutzungszwecke sind unterschiedliche Arten von Sicherheitsglas empfehlenswert. Wir von A-Z Glaserei & Folientechnik GmbH verraten Ihnen, welche Arten es gibt und wo diese zum Einsatz kommen.

Verbund-Sicherheitsglas (VSG)

Verbund-Sicherheitsglas, kurz VSG, besteht aus zwei oder mehr Flachglasscheiben, die durch dazwischenliegende, reißfeste Kunststofffolien fest miteinander verbunden sind. Diese Folien sind sehr dünn und mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen. Durch eine Walzenpresse, die mit Hitze und Druck arbeitet, entsteht ein dauerhafter Verbund zwischen Glas und Folie, der als besonders robust gilt.

Das Besondere am VSG ist, dass im Falle eines Bruches die Scherben an der Folie kleben bleiben. Dadurch bleibt das Glas vorerst an Ort und Stelle und es entsteht kein Loch. Bei Autos und anderen Kraftfahrzeugen sind die VSG-Scheiben mittlerweile als Frontscheibe standardmäßig verbaut. Die hohe Stabilität macht es darüber hinaus für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen und als Einbruchschutz attraktiv, da ein Einschlagen viel Kraft und Aufwand bedeutet. Darüber hinaus können Sie das Verbund-Sicherheitsglas auch als Brand- und Lärmschutz verwenden.

Kaputte Scheibe mit Sicherheitsglas
© adobeStock/mykytivoandr

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)

Im Gegensatz zum VSG besteht ESG, oder auch Einscheiben-Sicherheitsglas genannt, lediglich aus einer Scheibe. Dabei handelt es sich um ein thermisch vorgespanntes Glas, was bedeutet, dass es zunächst stark erhitzt und im Anschluss schockartig runtergekühlt wurde. Da die Oberfläche dabei schneller abkühlt als das Innere, erhält die Scheibe folgende Eigenschaften:

  • Temperaturunempfindlichkeit
  • Stoßfestigkeit
  • Schlagfestigkeit

Im unwahrscheinlichen Fall eines Bruchs zerfällt das Glas in viele kleine, stumpfkantige Splitter, wodurch sich die Verletzungsgefahr verringert. Aufgrund dieser Eigenschaften wird ESG insbesondere in Bereichen eingesetzt, wo hohe Belastungen auftreten können, eine erhöhte Bruchgefahr oder ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.

Sicherheitsglas für den Einbruchschutz

Bei Einbruchschutzglas kann es sich sowohl um VSG als auch um ESG handeln. Entscheidend ist die Einbruchhemmung des Glases, die mittels genormter Prüfverfahren gemessen wird. Zum Beispiel wird ermittelt, wie lange ein Einbrecher mit unterschiedlichen Werkzeugen bräuchte, um vorzudringen. Auch eine Metallkugel wird auf das Glas fallen gelassen, um die Bruchfestigkeit zu ermitteln. Als besonders sicher gilt das bekannte Panzerglas. Dabei handelt es sich meist um sehr dickes und somit übermäßig bruchfestes VSG, was sogar Explosionen standhalten kann.

Darüber hinaus gibt es weitere Schutzmechanismen für Fensterscheiben. So befindet sich beim sogenannten Alarmglas an der äußeren Schicht eine Leiterschleife, die im Falle eines Bruchs die Alarmanlage auslöst. Mittels Einbruchschutzfolien ist ebenfalls eine Nachrüstung für mehr Sicherheit möglich. Dabei wird eine Folie aufgetragen, die das Zersplittern verhindert, wodurch ein ähnlicher Effekt wie bei VSG entsteht.

Welche Variante für Sie am besten ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt stets darauf an, wo und zu welchem Zweck Sie das Glas einsetzen wollen. Eine Beratung durch Experten kann oft bei der Entscheidung weiterhelfen.

Einbrecher schlagen Scheibe mit Einbruchschutzglas ein
© adobeStock/Robert Kneschke